Großglockner


75,7 km, 2.627 Hm und 5 Std 4 Min
Am 26.07.2003 nahm ich meinen lang ersehnten Wunsch in Angriff.
Mit dem Fahrrad auf und über den Großglockner.
Ich habe schon von vielen Freunden und Bekannten gehört, dass dies einzigartig und wunderschön sei. Vorausgestezt, das Wetter spielt mit.
Los ging´s von Bruck an der Glocknerstraße (757 hm) über eine Länge von 14,5 km bis zur Mautstelle (1145 hm) der Großglockner Hochalpenstraße.
Die Benützung dieser Straße ist für Radfahrer frei.
Nach einer kurzen Rast ging es über die unzähligen Kehren hinauf bis zur Abzweigung -Edelweißspitze- (2405 hm). Nach 2 km und einer durchschnittlichen Steigung von 19 % kam ich auf der Edelweißspitze (2571 hm) an. Dies ist gleichzeitig auch der höchste Punkt der Radtour. Von dort aus hat man einen tollen Ausblick auf das gesamte Großglockner Massiv. Dannach ging´s zurück zur zuvor angeführten Abzweigung und über einen kleinen Gegenanstieg bis zum Fuscher Törl (2428 hm). Wenn man von der Abfahrt der Edelweisspitze genug Geschwindigkeit mitnimmt und es der restliche Verkehr zuläßt, kommt man ohne einen Pedaltritt bis zu diesem Bauwerk, welches als Andenken an die Errichter der Hochalpenstraße aufgestellt wurde. Nach einer kurzen Abfahrt (1,4 km) kommt man an der Fuscher Lacke (2262 hm) vorbei. Über das Mittertörl (2326 hm) geht´s weiter hinauf bis zum Hochtor (2504 hm). Dort angekommen, nach einer reinen Fahrzeit von 3 Stunden und 26 Minuten und einer Wegstrecke von 36,9 km, wurde ich dort von meinem "Begleitfahrzeug" in Empfang genommen. Nach einpaar Müsliriegeln und isotonischen Getränken schwang ich mich wieder auf den Drahtesel und fuhr weiter. Vom Hochtor ging´s nun auf einer Länge von 10 km bergab. Dabei erreichte ich mit meinem Mountainbike eine Geschwindigkeit von 95 km/h. Aber durch die vielen Kehren und dem Verkehr wirst du wieder gebremst. Es ist aber ein tolles Gefühl, wenn du die Autos und sogar die Motorräder, insbesonders in den übersichtlichen Kehren, vorfährst und dir keiner mehr folgen kann. Bei der Abzweigung zur Kaiser Franz-Josefs-Höhe angekommen (1659 hm), setzte ich meine Fahrt rechts zur besagten Höhe fort. Von nun an ging es 9 km bergauf. Mann kommt beim Volkarthaus (2168 hm) und dem Parkplatz Glocknerhaus (2131 hm) -nur geringfügiges Gefälle- vorbei. Der letzte Kilometer führt dann durch den Lawienenverbau hinauf zur Kaiser Franz-Josefs-Höhe (2369 hm). Vom Hochtor bis zur KFJ-Höhe benötigte ich 1 Stunde und 2 Minuten, für gerademal 19 km.
Trotz all den Qualen beim Aufstieg, hat nun der Ausblick auf dem Großglockner alles wieder entschädigt. Das Wetter war einfach riesig.
Nach einem ca 1-stündigen Aufenthalt, den hatte ich dringend nötig, schwang ich mich wieder auf mein Bike und es ging wieder bis zur letzten Abzweigung zurück. Dort schwenkte ich nach rechts in Richtung Heiligenblut. Dabei kam es zu einem weiteren, aber zum Glück allerletzten Anstieg zum Kasereck (1913 hm). Obwohl dieser relativ kurz war, dachte ich schon, dass ich diesen nicht mehr schaffen würde. Aber ich überwindete meinen inneren Schweinehund und strampelte die paar Höhenmeter noch hinauf. An der Kuppe angekommen, ließ ich mein Bike laufen. Nicht einmal bei der Mautstelle konnte ich gebremst werden (STOPP ist ja nur für die Auffahrt vorgesehen). Und es ging mit Höllentempo hinunter in Richtung Heiligenblut (1301 hm). Da ich einen so tollen Schwung von der Abfahrt mitgenommen hatte, hielt ich in Heiligenblut gar nicht an, sondern ließ es bis kurz vor der Ortschaft Pockhorn (1073 hm) weiterlaufen.
Man sollte aber die Ortschaft Heiligenblut auf jeden Fall besuchen. Ich kannte diesen Ort aber schon von früher. Deshalb fuhr ich einfach weiter.
Nach einer Wegstrecke von nunmehr 75,7 km, einer reinen Fahrzeit von 5 Std 4 Min und einer Höhenmeterleistung von 2.627 m, stieg ich vom Bike und mein Wunsch somit in Erfüllung. Ich hätte zu diesem Zeitpunkt keinen Meter mehr fahren können.
Aber trotz all den Qualen war es ein wunderschöner Bike-Ausflug, den ich so schnell wie möglich wiederholen möchte. Ev beim nächstenmal von Heiligenblut weg. Das Wetter war spitze.
Das einzige Manko war der Verkehr. Ab 0930 Uhr hat der motorisierte Verkehr stark zugenommen. Ein Graus waren die Autobusse aus dem Ostblock. Die verpesten den ganzen Berg.
Aber es gibt einen Tag im Jahr, da ist die Großglockner Hochalpenstraße bis Mittag für den gesamten Verkehr gesperrt, damit die Radler ungestört auffahren können. Nur ich weiß nicht genau, wann dieser Tag ist.
Jetzt war ich nun mit dem Auto, mit dem Motorrad und dem Bike bereits auf dem Großglockner.
www.grossglockner.at
LG
Higuita
Higuita - 6. Jän, 21:36
0 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
